Andreas Neider

Dozent und Autor für Anthroposophie, Spiritualität, Meditation und Medienpädagogik

 

Anthroposophische Vortrags- und Seminarthemen 

Sie können Andreas Neider zu jeglicher Form von Veranstaltung - Vortrag, Seminar, Tagung, Klausur etc. - einladen. Wenden Sie sich an die Kontaktadresse, Frau Godard berät Sie gerne.  

 

A)     Vortragsthemen

 

1)      Der Mensch und der Lebensorganismus der Zeit

Die Zeit erscheint und im normalen Bewusstsein als etwas abstraktes, wie erleben immer nur den jeweiligen Augenblick, dann das Vergangene oder das Zukünftige, aber den lebendigen Zusammenhang erleben wir nicht. Die Zeit ist in der Auffassung der Anthropsophie aber etwas Lebendiges, ein Organismus, aus dem auch unser eigenes Leben aufgebaut ist. Diesen Lebensorganismus unseres Lebens nennt Steiner den Ätherleib. Durch Meditation kann man zu einem wirklichen Erleben dieses Kräftezusammenhanges kommen, den Steiner auch als Lebenstableau bezeichnet, und damit die Verbindung zum Organismus der Zeit, dem Lebensquell des eigenen Lebens wieder herstellen.

Im Alltagsbewusstein aber fallen wir allzuleicht aus diesem Lebenszusammenhang heraus, erleben und als gestresst und erleiden schlimmstenfalls einen Burn-Out. Der Vortrag soll zeigen, wie wir zu einer lebendigen Anschauung der Zeit zurück finden und unser Leben aus dem Lebensquell unseres eigenen Zeitorganismus wieder gestalten können.


2)      Licht-Seelen-Atem. Der anthroposophische Weg der Achtsamkeit

Der von Rudolf Steiner in seinem grundlegenden Schulungsbuch „Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?“ gezeigte Weg der anthroposophischen Meditation beginnt mit Übungen, die an die Wahrnehmung von Naturvorgängen anschließen. Anders als auf dem östlichen Weg der Achtsamkeit richtet sich die Aufmerksamkeit nicht auf den eigenen Körper, sondern nach außen auf die Rhythmen in der Natur. Im Vortrag soll der anthroposophische Schulungsweg den traditionellen, östlichen Meditationsformen gegenübergestellt und seine Wesensart anhand grundlegender Übungen erläutert und verständlich gemacht werden.

 

3)      Lotusblumen – die Chakrenentwicklung auf dem östlichen und dem anthroposophischen Schulungsweg

Die Chakren oder Lotusblumen spielen in der heutigen Esoterik als sogenannte energetische Zentren eine herausragende Rolle. In der Anthroposophie Rudolf Steiners werden die Chakren als Wahrnehmungsorgane der Seele beschrieben, die durch bestimmte Übungen aktiviert werden können. Welcher Unterschied besteht zwischen östlicher und westlicher Chakralehre und worauf beruhen die unterschiedlichen Herangehensweisen? Darauf soll dieser Vortrag eine Antwort geben und gleichzeitig in die Methodik des anthroposophischen Meditationsweges einführen.

 

4)      Alter und neuer Yogaweg – die Begegnung von Buddhismus und Christentum in der Anthroposophie

Rudolf Steiner bezeichnet den anthroposophischen Meditationsweg, der von der reinen Wahrnehmung von Naturvorgängen ausgeht, auch als „neuen Yogaweg“. Warum knüpft Steiner an den Yogaweg der alten Inder an und inwiefern stellt der anthroposophische Meditationsweg eine Metamorphose des Yogaweges dar? Welche Rolle spielt die buddhistische Tradition und insbesondere Buddha selbst in der Anthroposophie und wie verhält sich der Weg des Buddha zum christlich-rosenkreuzerischen Einweihungsweg? Diese Fragen sollen in dem Vortrag besprochen und beantwortet werden.

 

5)      Spirituelle Entwicklung im Spannungsfeld des Transhumanismus

Der Mensch der Gegenwart bewegt sich zwischen der Übernatur im Erwachen für imaginative Erfahrungen des Ätherischen und der täglichen Nutzung der Unternatur in Gestalt digitaler Medien, insbesondere des Internets. Mit dessen weiterer Entwicklung ist auf Seiten der maßgeblichen Internetunternehmen aus dem Silicon Valley ein materialistischer Idelalismus verbunden, der in dem Begriff der "Singularität" die restlose Verschmeldzung von menschlicher und künstlicher Intelligenz, von Mensch und Maschinen anstrebt.

Diesem Ziel des sogenannten "Transhumanismus" muss auf der spirituellen Seite ein anderes Ziel gegenüber gestellt werden, nämlich das des Erwachens für die spirituelle Seite der Welt, wie es Rudolf Steiner bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts gefordert hat. Der Vortrag soll diesen spirituellen Erfahrungsbereich aufhellen und die Notwendigkeit eines „Kampfes um das Spirituelle“ in heutiger Zeit verständlich machen.

   

6)      Der elektronische Doppelgänger – das Schicksal von Mensch und Maschine

Anders als der industriellen Revolution, die die körperliche Arbeit an Maschinen übertragen hat, ist es der digitalen Revolution gelungen, geistige Arbeit und Fähigkeiten auf Maschinen zu übertragen. Einer der Pioniere der Computertechnologie, John von Neumann, beobachtete bereits in den 50er Jahren, dass dabei die Grundfunktionen des Nervensystems und des Gehirns in Form dieser Maschinen kopiert wurden. Diese Entwicklung hatte Rudolf Steiner bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts voraus gesagt und dabei auf die eigenartige Natur unseres Nervensystems als eine Art von Doppelgänger hingewiesen.

Der Vortrag wird diese Zusammenhänge und das damit verbundene immer stärkere Zusammenwachsen von Mensch und Maschine thematisieren und erste Ansätze zu einem neuen Umgang mit der digitalen Technik, insbesondere des Internet, diskutieren.

 

7)      Aufmerksamkeitsdefizite – Wie das Internet unser Bewusstsein korrumpiert und was wir dagegen tun können.

Durch eine genaue Beobachtung, was das Internet innerhalb von nur 10 Jahren aus den Menschen gemacht hat, wie es ihr Bewusstsein bereits jetzt zu verändern beginnt, kommt man dazu, nach den wahren Hintergründen der Entwicklung dieser Technologie zu fragen. Was sind zum Beispiel die Ziele solcher Unternehmen wie Google, die vom Internet am allermeisten profitieren? Es ist eine auf das Gehirn reduzierte, durch die Internettechnologien gestützte Mensch-Maschine, die sich hinter diesen Technologien als Menschenbild auftut. Was aber lässt sich dagegen unternehmen? Der Vortrag soll zeigen, wie die grundlegenden Übungen des anthroposophischen Schulungsweges geradezu wie dazu geschaffen sind, sich den Auswirkungen des Internets gegenüber nicht nur zu behaupten, sondern diese Technologien zugleich als Chance zu einer wirklichen Erweiterung unseres Bewusstseins zu begreifen.

 

8)      Der Mensch zwischen Über- und Unternatur. Das Erwachen des Bewusstseins im Ätherischen, die freien Kräfte und ihre Bedrohung

Der Mensch der Gegenwart bewegt sich zwischen der Übernatur im Erwachen für imaginative Erfahrungen des Ätherischen und der täglichen Nutzung der Unternatur in Gestalt digitaler Medien, insbesondere des Internets. Der Vortrag soll diese Erfahrungsbereiche aufhellen und den „Kampf um das Spirituelle“ in heutiger Zeit verständlich machen. Zum Thema ist im Herbst 2012 von Andreas Neider ein umfangreiches Buch im Verlag Freies Geistesleben unter gleichnamigem Titel erschienen.

 

9)      Das Ich in den gegenwärtigen Kognitionswissenschaften und das Grundproblem der Erkenntnistheorie

In diesem philosophisch gehaltenen Vortrag geht es einerseits um eine Betrachtung zu den gegenwärtigen Kognitionswissenschaften, die aufgrund ihrer naturwissenschaftlichen Einstellung zu dem Ergebnis kommen, dass unser Ich lediglich eine Simulation unseres Gehirns darstellt. Dabei verwickeln sich diese Wissenschaftler jedoch in offensichtliche Widersprüche. Das Grundproblem der Kognitionswissenschaft aber, das Problem der so genannten Erklärungslücke, wie aus den messbaren Daten der Sinneserfahrung die konkrete seelische Erfahrung hervorgeht, das bleibt naturwissenschaftlich ungeklärt. Rudolf Steiners Beitrag zur Lösung dieses Problems und der Stand der heutigen anthroposophischen Forschung soll Thema dieses Vortrages sein.

 

10)      Lesen in der Akasha-Chronik. Die Evolution von Gedächtnis und Erinnerung

Die Frage nach der Bildung des Gedächtnisses und den Vorgängen von Erinnern und Vergessen gehört zu den am wenigsten wirklich geklärten Gebieten der heutigen Gehirnforschung. Aber auch die Geisteswissenschaft steckt diesbezüglich noch ganz in den Anfängen. Dennoch ergeben sich aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklungen im Zusammenhang mit Demenzerkrankungen, aber auch mit traumatischen Erfahrungen in Folge von Verbrechen, Naturkatastrophen oder Kriegserlebnissen zahlreiche Fragen, die nach einer Antwort suchen. Rudolf Steiners Darstellung des dreigliedrigen menschlichen Organismus gibt eine der entscheidenden Grundlagen, um hier weiter zu kommen. Auch hat Steiner zahlreiche Übungen zur Gedächtnis- und Willensschulung gegeben. Auf dieses interessante Forschungsgebiet wird der Vortrag ein neues Licht werfen.

 

11)   „Es walten die Übel“. Michael und die Apokalypse des 20. Jahrhunderts

Im Frühjahr 1913 spricht Rudolf Steiner erstmals ausführlich über den Zeitgeist Michael und erwähnt in diesem Zusammenhang eine Art Bewusstseinstod der Christuswesenheit. Was hat es mit dieser "Wiederholung des Mysteriums von Golgatha in der ätherischen Welt" auf sich?

Die Darstellungen Steiners seit Begründung der Anthroposophischen Gesellschaft zu Beginn des Jahres 1913 und seine Rezeption der Bhagavad Gita werfen ein bedeutsames Licht auf die Wesenheit Michaels und auf seine Mission im 20. Jahrhundert.

Das apokalyptische Geschehen dieses Jahrhunderts, wie es vor allem im Vortrag über den "Engel im Astralleib" geschildert wird, stehen damit in engem Zusammenhang. Diesen zu untersuchen und genauer zu verstehen, ist das Ziel dieses Vortrages.

 

12)   Anthroposophie und Rosenkreuzertum (siehe unter Seminarthemen)

 

13)   Rudolf Steiners Lebensthema: Das Leib-Seele-Problem

35 Jahre hat Rudolf Steiner eigenen Aussagen zufolge an dem zentralen Thema seines Lebens gearbeitet: der Frage nach dem Zusammenhang von Leib und Seele. Den Wegen seiner Forschung geht dieser Vortrag nach und zeigt auf, wie die beiden Teile seiner „Philosophie der Freiheit“ zugleich das Grundmotiv seiner Werkbiographie bilden.

 

14) Die Neubegründung des Reinkarnationsgedankens durch Rudolf Steiner

Die Reinkarnationsanschauung Rudolf Steiners steht in einer europäischen Tradition, die auf G.E. Lessing und auf den diesen inspirierenden Spinoza zurück geht. Lessings Grundgedanke war der einer Einheit des Menschengeschlechtes, die sich dadurch weiter entwickelt, dass deren einzelne Glieder, die individuellen Menschenseelen, sich wiederholt inkarnieren. Dadurch trägt der Fortschritt des Einzelnen zum Gesamtfortschritt der Menschheit bei. Diese Grundidee verbindet Steiner mit einem neuen Christusverständnis, der in Steiners Darstellung die Grundlage für das Einheitsstreben der Menschheit und damit die Reinkarnation der einzelnen Menschen bildet.

 

15) Die Entwicklung übersinnlicher Erkenntnis - Inspiration aus anthroposophischer Sicht 

Rudolf Steiner hat für die übersinnliche Erkenntnis nicht nur Übungen angegeben, wie diese zu erlangen ist. Er hat diese Erkenntnisse auch erkenntniswissenschaftlich begründet. Um die Frage, wie übersinnliche Erkenntnis begründet und erklärbar gemacht werden kann, und dass Inspiration in diesem Sinne nicht auf zufälligen Eingebungen beruht, sondern systematisch begründet und als Erkenntnisstufe auf dem Weg zu einer vollen Einsicht in das Wesen der Wirklichkeit erlebt werden kann, geht es in diesem Vortrag.


16) Buddha und Christus - der Boddhisattva-Weg im Buddhismus und in der Anthroposophie

Im Mahayana Buddhismus spielt der Boddhisattva-Weg eine bedeutende Rolle. Durch dieses Ideal hat sich der Buddhismus von einer erdenflüchitgen zu einer der Erde zugewandten Spiritualität weiter entwickelt. Auch in der Anthroposophie gibt es das Bodhisattva-Ideal, hier wird es durch den sogenannten "Großen Hüter" übermittelt. Welcher Unterschied besteht zwischen diesen beiden Wegen und wie hängen sie miteinander zusammen.


17) Das Zusammenwirken von Aristotelikern und Platonikern in der Gegenwart

Rudolf Steiner hat in seinen sogenannten Karmavorträgen eine Voraussage gemacht: Dass es zum Ende des 20. Jahrhunderts und in das 21. Jahrhundert hinein zu einem neuartigen, irdischen Zusammenwirken zweier bedeutender Strömungen, die sich beide mit der anthroposophischen Bewegung verbunden fühlen, kommen werde. Die beiden Strömungen identifiziert Rudolf Steiner mit den mittelalterlichen Aristotelikern, den Dominkanern und Scholastikern einerseits und mit den Lehrern und Schülern der sogenannten Schule von Chartres andererseits. In welcher Weise haben diese beiden Gruppierungen in der Vergangenheit zusammen gewirkt und welche Art des Zusammenwirkens ergibt sich aus ihrem heutigen, von Steiner prognostizierten Inkarniertsein? Wie lassen sich die Aufgaben, die sich aus ihren jeweiligen Einseitigkeiten ergeben, gemeinsam bewältigen, und welche Wirkungen ergeben sich daraus für die übrige Welt der Gegenwart? Auf diese Fragen will der Vortrag eine Antwort geben.

 

B)     Seminarthemen für jeweils 3 Einheiten à 90 Minuten oder auch mehr

 

1)       Der Mensch und der Lebensorganismus der Zeit

Die Zeit erscheint und im normalen Bewusstsein als etwas abstraktes, wie erleben immer nur den jeweiligen Augenblick, dann das Vergangene oder das Zukünftige, aber den lebendigen Zusammenhang erleben wir nicht. Die Zeit ist in der Auffassung der Anthropsophie aber etwas Lebendiges, ein Organismus, aus dem auch unser eigenes Leben aufgebaut ist. Diesen Lebensorganismus unseres Lebens nennt Steiner den Ätherleib, der sich durch Meditation als eine Art Lebenstableau anschauen lässt. Dadurch kann man zu einem wirklichen Erleben des Ätherleibes und damit des Organismus der Zeit kommen, dem Lebensquell des eigenen Lebens. Im Alltagsbewusstein aber fallen wir allzuleicht aus diesem Lebenszusammenhang heraus, erleben und als gestresst und erleiden schlimmstenfalls einen Burn-Out.

Die Zeit hat aber noch weitere Dimensionen als den des Lebensorganismus. Sie strömt nicht nur in einer Richtung, sondern es gibt einen entgegengesetzten, aus der Zukunft kommenden Zeitstrom. Auch darüber hat Rudolf Steiner Einiges erforscht.

Der Seminar soll die verschiedenen Dimensionen des Zeiterlebens anhand der Forschungen Rudolf Steiners aufzeigen, und durch Übungsanleitungen einen Zugang  zu einer lebendigen Anschauung der Zeit ermöglichen. Damit können wir unser Leben wieder aus dem Lebensquell unseres eigenen Zeitorganismus  gestalten.


2)      Alter und neuer Yogaweg – die Begegnung von Buddhismus und Christentum auf dem anthroposophischen Schulungsweg

Rudolf Steiner bezeichnet den anthroposophischen Meditationsweg, der von der reinen Wahrnehmung von Naturvorgängen ausgeht, auch als „neuen Yogaweg“. Warum knüpft Steiner an den Yogaweg der alten Inder an und inwiefern stellt der anthroposophische Meditationsweg eine Metamorphose des Yogaweges dar? Welche Rolle spielt die buddhistische Tradition und insbesondere Buddha selbst in der Anthroposophie und wie verhält sich der Weg des Buddha zum christlich-rosenkreuzerischen Einweihungsweg? Diese Fragen sollen in dem Seminar anhand zahlreicher Übungsbeispiele besprochen und beantwortet werden.

 

3)      Schulung der Aufmerksamkeit durch Wahrnehmungsübungen und Meditation

 In diesem Seminar geht es um die Schulung der Aufmerksamkeit durch Wahrnehmungsübungen und Meditation. Gemeinsam wollen wir versuchen, die uns umgebende Welt - im Sehen wie im Hören - meditativ zu erforschen, um in bewussterer und achtsamerer Weise auf das in ihr verborgene Übersinnliche eingehen zu können. Literaturhinweis: Rudolf Steiner, Andacht und Achtsamkeit - Stufen des Wahrnehmens, hrsg. v. Andreas Neider (2014).

 

4)      Der Atem des Ich – der Anthroposophische Seelenkalender und die freien Kräfte

Es war eine der wichtigsten Entdeckungen Rudolf Steiners, dass unsere Denk-, Vorstellungs- und Erinnerungskräfte verwandelte Lebenskräfte sind. Durch seine über dreißigjährigen Studien entdeckte er den physiologischen Zusammenhang des Atems mit den Sinnes-Nerven-Prozessen. Dieser Zusammenhang bildet die Grundlage des seelischen Erlebens. Im Anthroposophischen Seelenkalender setzte Rudolf Steiner seine menschenkundlichen Einsichten in eine konkrete Meditationsanleitung um. Der Seelenkalender wurde so zum zentralen Bestandteil anthroposophischer Meditationspraxis. Die menschenkundliche und die praktische Seite des Seelenkalenders sollen in diesem Seminar erstmals im Zusammenhang angeschaut werden.


5)      Buddhismus und Anthroposophie - die Begegnung von West und Ost auf dem anthroposophischen Schulungsweg

Rudolf Steiner hat sein grundlegendes Schulungs- und Meditationsbuch sehr bewusst aus östlichen und westlichen Elementen komponiert und dabei einen völlig neuen Meditations- und Schulungsweg geschaffen. In diesem Seminar geht es darum, die östlichen und westlichen Quellen des Steinerschen Ansatzes genauer kennen zu lernen und in Wahrnehumgs- und Meditationsübungen zu erüben.

 

6)      Der Mensch zwischen Spiritualität und Technik. Medienwirksamkeit und seelische Gesundheit

Facebook, Apps, Computerspiele, Handys – immer früher und immer öfter werden Kinder und Jugendliche, aber auch immer mehr Erwachsene in die Welt der digitalen Medien herein gezogen. Was aber bedeutet das für ihre seelische Entwicklung und Gesundheit? Zur Beantwortung dieser Frage müssen wir die leiblichen Grundlagen des Seelischen genauer kennen lernen. Dabei fallen deutliche Parallelen zwischen der Welt der Computer und der Funktionsweise unseres Sinnes-Nervensystems und unseres Gedächtnisses ins Auge. Deren genauere Untersuchung ergibt, dass immer mehr Funktionen der menschlichen Seele und des Leibes an die digitalen Maschinen übertragen werden. Umso wichtiger ist ein bewusster und geschulter Umgang mit diesen Medien. Auf diese Fragen wird im Seminar anhand zahlreicher Beispiele eingegangen.  

 

7)      Der Mensch zwischen Über- und Unternatur. Das Erwachen des Bewusstseins im Ätherischen, die freien Kräfte und ihre Bedrohung

Der Mensch der Gegenwart bewegt sich zwischen der Übernatur im Erwachen für imaginative Erfahrungen des Ätherischen und der täglichen Nutzung der Unternatur in Gestalt digitaler Medien, insbesondere des Internets. Das Seminar soll diese Erfahrungsbereiche anhand konkreter Beispiele aufhellen und den „Kampf um das Spirituelle“ in heutiger Zeit verständlich machen. Dabei werden auch die menschenkundlichen Aspekte, nämlich die Entstehung der „freien Kräfte“ und deren Bedeutung für das menschliche Bewusstsein ausführlich dargestellt. Zum Thema gibt es auch ein umfangreiches Buch im Verlag Freies Geistesleben.

 

8)      Die Evolution von Gedächtnis und Erinnerung – Lesen in der Akasha-Chronik

Rudolf Steiner spricht in zahlreichen Zusammenhängen von einer übersinnlichen, geschichtlichen Chronik, der „Akasha-Chronik“, in der der Geistesforscher die Ereignisse der Geschichte „nachlesen“ kann. Was ist diese Chronik, wie kommt das „Lesen in der Akasha-Chronik“ zustande und welche Entwicklung von Gedächtnis und Erinnerung steckt dahinter?

Im Seminar werden erarbeitet:

- Die menschenkundlichen Grundlagen von Gedächtnis und Erinnerung. Welche früheren Formen von Gedächtnis und Erinnerung hat es gegeben?

- Die Erweiterung des Gedächtnisses und die Akasha-Chronik

- Der Kern von Rudolf Steiners geisteswissenschaftlicher Forschung: Das Lesen in der Akasha-Chronik

- Die Zukunft von Gedächtnis und Erinnerung

Das Verständnis dieser Zusammenhänge eröffnet nicht nur völlig neue Perspektiven auf die Bewusstseins- und Kulturentwicklung der Menschheit, sondern auch auf den Geistesforscher Rudolf Steiner.

 

9)      Anthroposophie und Rosenkreuzertum

Die Anthroposophie ist ohne die Vorgeschichte des Rosenkreuzertums nicht zu denken. Rudolf Steiner weist auf diese bedeutende esoterische Tradition als einen Vorläufer der Anthroposophie an zahlreichen Stellen hin und bezeichnet die Anthroposophie als das moderne Rosenkreuzertum.

Das Seminar wird die Geschichte des Rosenkreuzertums, dessen geheimnisvolle esoterische Tradition und die Persönlichkeit des Christian Rosenkreutz, des Begründers dieser Tradition ausführlich darstellen.

Anschließend werden die rosenkreuzerischen Elemente in der Anthroposophie, auf dem Schulungsweg, in den Mysteriendramen bis hin zur Neubegründung der Anthroposophischen Gesellschaft an der Weihnachtstagung behandelt. Dabei geht es vor allem auch um die Welt des Ätherischen, die in einem engen Zusammenhang mit dem Rosenkreuzertum steht. Das Seminar ist für alle Interessierten, auch ohne Vorkenntnisse geeignet.

 

10)      Meditation mit den Planetensiegel Rudolf Steiners

In diesem Seminar lernen wir die Meditation anhand der sieben Siegel der planetarischen Evolution kennen. Diese anthroposophischen Mandalas hat Rudolf Steiner als Bilder für eine meditative Arbeit geschaffen, durch die der Ätherleib in eine für ihn günstige Entwicklung gebracht werden kann. Durch genaue Betrachtung und meditatives Nachzeichnen dieser sieben Siegel lernen wir die ihnen zugrunde liegenden Gedankenformen kennen und selbstständig meditativ zu bewegen.

"Nun  sind diese  Figuren  so  gewählt,  daß  sie  in  einer  rhythmischen  Aufeinanderfolge  etwas  Ganzes  er-
geben,   dasjenige  nämlich,   was   einer  gewissen  Entwickelungsströmung  in  der  ätherischen
Außenwelt  entspricht,  und  zwar  einer  solchen,  die  unserem  ätherischen  Leib  durch  eine  ganz
bestimmte  Tatsache  günstig  ist.  Unser  ätherischer  Leib  hat  in  sich  selbst  die  Tendenz,  sich
zu verändern; er wird in gewisser Weise anders, wenn er vollkommener wird. Die Aufeinander-
folge  der Formierungen,  die  dem Vollkommenerwerden unseres  Ätherleibes  entsprechen,  wird
in  der Aufeinanderfolge  dieser  Figuren  sich  vollziehen." (R. Steiner, 15.10. 1911)

Diesem Anliegen soll das Meditationsseminar mit praktischen Übungen dienen.

 

11)      Aufmerksamkeitsdefizite – Wie das Internet unser Bewusstsein korrumpiert und was   wir dagegen tun können.

Durch eine genaue Beobachtung, was das Internet innerhalb von nur 10 Jahren aus den Menschen gemacht hat, wie es ihr Bewusstsein bereits jetzt zu verändern beginnt, kommt man dazu, nach den wahren Hintergründen der Entwicklung dieser Technologie zu fragen. Was sind zum Beispiel die Ziele solcher Unternehmen wie Google, die vom Internet am allermeisten profitieren? Es ist eine auf das Gehirn reduzierte, durch die Internettechnologien gestützte Mensch-Maschine, die sich hinter diesen Technologien als Menschenbild auftut. Was aber lässt sich dagegen unternehmen? Das Seminar soll zeigen, wie die grundlegenden Übungen des anthroposophischen Schulungsweges geradezu wie dazu geschaffen sind, sich den Auswirkungen des Internets gegenüber nicht nur zu behaupten, sondern diese Technologien zugleich als Chance zu einer wirklichen Erweiterung unseres Bewusstseins zu begreifen.

In diesem Seminar sollen zunächst die Phänomene der schwindenden Aufmerksamkeit und des schwindenden Gedächtnisses, die sogenannte „digitale Demenz“ untersucht werden. Anschließend werden anhand von einzelnen Beispielen die Übungen des anthroposophischen Schulungsweges im Hinblick auf den zukünftigen Umgang mit den digitalen Technologien behandelt.


12) Das Zusammenwirken von Aristotelikern und Platonikern in der Gegenwart

Rudolf Steiner hat in seinen sogenannten Karmavorträgen eine Voraussage gemacht: Dass es zum Ende des 20. Jahrhunderts und in das 21. Jahrhundert hinein zu einem neuartigen, irdischen Zusammenwirken zweier bedeutender Strömungen, die sich beide mit der anthroposophischen Bewegung verbunden fühlen, kommen werde. Die beiden Strömungen identifiziert Rudolf Steiner mit den mittelalterlichen Aristotelikern, den Dominkanern und Scholastikern einerseits und mit den Lehrern und Schülern der sogenannten Schule von Chartres andererseits. In welcher Weise haben diese beiden Gruppierungen in der Vergangenheit zusammen gewirkt und welche Art des Zusammenwirkens ergibt sich aus ihrem heutigen, von Steiner prognostizierten Inkarniertsein? Wie lassen sich die Aufgaben, die sich aus ihren jeweiligen Einseitigkeiten ergeben, gemeinsam bewältigen, und welche Wirkungen ergeben sich daraus für die übrige Welt der Gegenwart? Auf diese Fragen will das Seminar eine Antwort geben.